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Indikationsbereiche

Krebserkrankungen

Die Diagnose und Therapie einer Krebserkrankung sind mit einer starken Einschränkung der Lebensqualität verbunden, die auch nach der Behandlung bestehen bleiben kann. 

Erfahre welche positiven Effekte der Rehasport bei Krebserkrankungen bewirken kann. 

30.01.2026- 20 Minuten Lesedauer

Jedes Jahr Erkranken circa 500.000 Menschen an Krebs. Die Diagnose, die Erkrankung und die Therapie stellen die Betroffenen und ihre Angehörigen vor diverse Herausforderungen. Die Symptome betreffen nicht nur eine körperliche Ebene, wie z. B. Schmerzen, Übelkeit und periphere Polyneuropathien, sondern auch auf der psychischen und sozialen Ebene erleben Betroffene Einschränkungen. Es können z. B. Nebenwirkungen wie eine ausgeprägte Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue), eine Störung der Körperwahrnehmung und des Selbstwertgefühls, sowie ein sozialer Rückzug auftreten. Der Rehasport setzt daher auf verschiedenen Ebenen an, um den krankheits- und therapiebedingten Nebenwirkungen entgegenzuwirken. 

Mehr als 700 Studien zeigen bereits positive Auswirkungen von Bewegung bei onkologischen Erkrankungen. Bewegung und Sport können u.a. dabei helfen, der chronischen Müdigkeit, Schlafstörungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen sowie einer verminderten muskulären und kardiovaskulären Leistungsfähigkeit entgegenzuwirken. Auch weitere physische und psychische alltagsrelevante Einschränkungen können verbessert werden. Weitergehend kann das Risiko für ein Wiederauftreten der Erkrankung gemindert werden. Die auf 700 Studien beruhende Leitlinie des American College of Sports Medicin (ACSM) empfiehlt für an krebserkrankte Personen 3x/ Woche 30 min moderates Ausdauertraining und ergänzend 2x wöchentliches Krafttraining. 

Diese Erkrankungen/Behinderungen gehören z.B. dazu: 

  • Brustkrebs

  • Darmkrebs

  • Lungenkrebs

  • Blutkrebs (Leukämie)

  • Prostatakrebs

 

Vertiefende Infos zu ausgewählten Erkrankungen/Behinderungen

Brustkrebs
Darmkrebs
Lungenkrebs
Leukämie und bösartige Tumore
Prostatakrebs
Krebs bei Kindern

Brustkrebs

Die Auswirkungen der operativen Therapie sind bei Brustkrebs abhängig vom Umfang der Operation. Dementsprechend können die Einschränkungen nach einer Totalentfernung der Brust größer sein als nach einer Brust erhaltenden Therapie. In Abhängigkeit des operativen Vorgehens sind Bewegung und Sport in unterschiedlicher Dosierung möglich. Typische Nebenwirkungen von Brustkrebs können die Bildung einer Lymphansammlung (Lymphödem), Verkrampfungen und Verspannungen der Brust- und Nackenmuskulatur, sowie Schulter-, Nacken- und Kopfschmerzen darstellen. Die Ziele der Sport und Bewegungstherapie sind daher:  

  • Vermeidung von Muskelverkürzungen im Schulter- und Arm Bereich

  • Vorbeugung eines Lymphödems

  • Ausgleich des Kraftdefizits (im rechts-/ links Vergleich)

  • Verminderung von Bewegungseinschränkungen

  • Verbesserung der allgemeinen Fitness

  • Verbesserung weiterer krankheits- und therapiebedingter Nebenwirkungen und Langzeitfolgen

Für Brustkrebspatient*innen sind daher Ausdauersportarten wie z. B. Radfahren, Walking und auch Schwimmen empfohlen. Weiterhin wichtig sind Übungen, die die Bewegungseinschränkungen der Schulter überwinden, sowie Schonhaltungen und asymmetrische Bewegungsabläufe vermindern. Dazu sollten sanfte, fließende sowie rhythmische Bewegungen mit dem Arm auf der operierten Seite und eine Mobilisation des Schultergelenks durchgeführt werden. Ebenso sind Übungen zur Förderung des Lymphabflusses und zur Minderung von möglichen Polyneuropathien ratsam. Zur Vermeidung oder Verminderung eines Lymphödems können Bewegungen über Kopf mit einem schließen und öffnen der Hände durchgeführt werden. Durch die Bewegung der Hände wird die Muskelpumpe angeregt, wodurch es zu einem Abtransport der Lymphflüssigkeit kommt. Weitere empfohlene Bewegungsformen umfassen Aerobic, Bewegungstänze und asiatische Bewegungskünste. 

Bei noch nicht vollständigen verheilten OP-Narben und instabilen Immunsystem sollte auf ein Training im Wasser verzichtet werden. Plötzliche, reißende Bewegungen, lang andauernde statische Übungen, sowie intensiver Körperkontakt sind in der Regel nicht geeignet. Ein leichtes Ziehen im Bereich der Narbe kann bei der Bewegung auftreten. Bei Schmerzen und Beschwerden sollte das Training immer abgebrochen werden. Die Bewegungsempfehlungen und Kontraindikationen sind individuell mit dem/der behandelnde*n Ärzt*in abzusprechen. Es gibt keine pauschal verbotenen Sportarten. Sprechen Sie bezüglich ihrer Wünsche, Vorstellungen und Ihrer individuellen Situation mit ihrem behandelnden Arzt oder Ärztin.  

Weiterführende Informationen Brustkrebs

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Merkblatt Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Dieses Merkblatt fasst die wichtigsten Aspekte über das Krankheitsbild zusammen und gibt Übungsleiter*innen einen ersten Überblick. Im Vordergrund stehen die Besonderheiten, die es beim Sport und demnach auch in der Rehasport-Gruppe für Betroffene und Übungsleiter*innen zu beachten gibt.

>> Merkblatt anschauen 

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Praxistipps Brustkrebs

Für Personen mit Brustkrebs sind Übungen besonders wichtig, die die Bewegungseinschränkungen der Schulter überwinden, Schonhaltung und asymmetrische Bewegungsabläufe vermindern und die den Schultergürtel sowie die obere Rückenmuskulatur kräftigen. Hier findest du ein paar Anregungen für die Sportpraxis zur Kräftigung und Verbesserung der Beweglichkeit für Brustkrebs-Betroffene.

>> zu den Praxistipps

 

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Der blaue Ratgeber Brustkrebs

Die blauen Ratgeber der Deutschen Krebshilfe geben Betroffenen, Angehörigen, Übungsleiter*innen und Interessierten umfassende Informationen zu verschiedenen Krebserkrankungen. Der blaue Ratgeber zum Thema Brustkrebs kann kostenfrei heruntergeladen, oder als Druckexemplar auf der Seite der Deutschen Krebshilfe bestellt werden. 

>> Blauer Ratgeber Brustkrebs

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Darmkrebs

Im Anschluss an eine Darmkrebs-Therapie ist ein gezieltes Training empfohlen, um die körperliche Belastbarkeit wieder herzustellen. Bei der operativen Therapie des Darmkrebses wird ein Teil des Darms entfernt. In einigen Fällen wird ein künstlicher Darmausgang (Stoma) angelegt. Ohne Stoma ist ein fast uneingeschränktes Sporttreiben möglich. Auch mit Stoma kann – unter der Beachtung einiger Vorsichtsmaßnahmen – ein Training durchgeführt werden. Die Ziele von Bewegung bei Darmkrebs umfassen: 

  • Verbesserung der Beweglichkeit des operierten Bereichs

  • Förderung der Körperwahrnehmung

  • Kräftigung der Rumpf- und Rückenmuskulatur

  • Verbesserung der allgemeinen Fitness

  • Verhinderung von ungewolltem Gewichtsverlust

  • Erleichterte Ausführung der Alltagsaktivitäten

  • Stärkung des Selbstvertrauens

Es ist empfohlen möglichst zeitnah mit einem Ganzkörperkrafttraining zu beginnen, um die vorhandene Muskulatur zu erhalten und einem möglichen Gewichtsverlust entgegenzuwirken. Ergänzend sind Ausdauersportarten (Schwimmen, Radfahren, Walking) empfohlen. Patient*innen mit einem Stoma sollten kurz vor dem Sport den Stoma-Beutel wechseln. Während des Trainings ist auf eine ausreichende Nährstoff- und Getränkeaufnahme zu achten. Der Alltag sollte aktiv gestaltet werden: lange Sitzzeiten vermieden, sowie Treppensteigen und Wege zu Fuß in den Alltag integriert werden. Bei der Durchführung des Trainings mit Stoma oder einer frischen Narbe ist auf Training in Bauchlage zu verzichten. Weiter sollten im Training Pressatmung vermieden und nur moderate Bauchkräftigungsübungen durchgeführt werden. Vorsicht ist insbesondere auch bei Stomahernie (Bauchwandbruch im Bereich des Stomas) geboten, denn durch die Beschädigung der Muskeldecke kann es passieren, dass bei Anspannung der Bauchinhalt nach außen tritt. Des Weiteren ist auf reißende und ruckartige Bewegungen, sowie solche, bei denen der Körper in eine starke Bogenspannung gerät, zu verzichten. Ballsportarten in der normalen Ausführung können für das Stoma gefährlich werden, daher sollten weiche Bälle verwendet werden. Sprechen Sie über individuelle Empfehlungen oder Kontraindikationen mit ihrem/ihrer behandelnde*n Ärzt*in. Es ist jedoch von hohem Interesse eine Sportart oder Bewegungsform zu finden, die mit Freude verbunden ist. Freude ist wichtig für den Therapierfolg.

Weiterführende Informationen Darmkrebs

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Merkblatt Darmkrebs

Dieses Merkblatt fasst die wichtigsten Aspekte über das Krankheitsbild Darmkrebs zusammen und gibt Übungsleiter*innen einen ersten Überblick. Im Vordergrund stehen die Besonderheiten, die es beim Sport und demnach auch in der Rehasport-Gruppe für Betroffene und Übungsleiter*innen zu beachten gibt. 

>> Merkblatt anschauen

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Praxistipps Darmkrebs

Sport kann bei an Darmkrebs erkrankten Personen z. B. zu einer Verbesserung der Körperwahrnehmung, einer Steigerung des Selbstwertgefühls und zu einer Leistungssteigerung im Alltag führen. Hier findest du ein paar Anregungen für die Sportpraxis bei einer Darmkrebserkrankung. 

>> zu den Praxistipps

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Der blaue Ratgeber Darmkrebs

Die blauen Ratgeber der Deutschen Krebshilfe geben Betroffenen, Angehörigen, Übungsleiter*innen und Interessierten umfassende Informationen zu verschiedenen Krebserkrankungen. Der blaue Ratgeber zum Thema Darmkrebs kann kostenfrei heruntergeladen, oder als Druckexemplar auf der Seite der Deutschen Krebshilfe bestellt werden. 

>> Blauer Ratgeber Darmkrebs

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Wer sich täglich bewegt, kann das individuelle Krebsrisiko senken. Insbesondere das Risiko für einige häufige Krebsarten wie Brustkrebs (nach den Wechseljahren) und Darmkrebs kann durch körperliche Aktivität um 20 bis 30 Prozent reduziert werden. 

Stiftung Deutsche Krebshilfe

Lungenkrebs

Nach einer Lungenkrebstherapie kommt es häufig zu Einschränkungen der Atemmuskulatur, des Lungenvolumens und der Lungengewebsfunktion. Um diesen Beeinträchtigungen entgegenzuwirken, spielt Bewegung eine zentrale Rolle. Wird während einer Operation krankhaft verändertes Lungengewebe entfernt, muss das verbleibende Gewebe die Atemfunktion teilweise kompensieren. Die Ziele von Bewegung und körperlichem Training bei Lungenkrebs sind daher: 

  • Lernen richtiger und neuer Atemtechniken

  • Verbesserung der Beweglichkeit im operierten Bereich

  • Kräftigung/ Dehnung der Bauch und Rückenmuskulatur

  • Verbesserung der allgemeinen Fitness

  • Aufbau einer alltagstauglichen Leistungsfähigkeit

  • Stärkung des Selbstvertrauens

Durch atemgymnastische Übungen zur Vermittlung der richtigen Atemtechnik, sowie eine gezielte Kräftigung der Atemhilfsmuskulatur, kann die Lungenfunktion verbessert werden. Hierbei sollte auf ein Einatmen durch die Nase (bessere Filterfunktion) geachtet werden. Die Ausatmung sollte durch das Einziehen des Bauches unterstützt werden. Es ist empfohlen die Atemübungen draußen durchzuführen, um die Lunge mit frischem Sauerstoff zu versorgen. Zudem werden Übungen zur Kräftigung und Dehnung der Rumpfmuskulatur empfohlen, um die betroffenen Bereiche flexibler zu machen und zu stärken. Daraus resultiert eine aufrechte Haltung, die die Atemfunktion verbessern kann und den Betroffenen hilft die Leistungsfähigkeit im Alltag zurückzugewinnen. Ergänzend sollte ein Ausdauertraining durchgeführt werden, um die Atemkapazität zu verbessern. Das Training kann individuell an die Bedürfnisse der/ des Patient*in angepasst werden und in Form von z. B. Radfahren, Schwimmen, Wassergymnastik oder Bewegungsspielen durchgeführt werden. 

Aufgrund der verminderten Atemkapazität sollte jedoch mit einer sehr geringen Intensität begonnen werden, um eine Überbelastung zu vermeiden. Aus diesem Grund sind körper- und wettkampfbetonte Spiele zu nicht empfohlen. Sportspiele wie z. B. Volleyball, Handball oder Fußball sind daher in angepasster Form durchzuführen. 

Weiterführende Informationen Lungenkrebs

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Merkblatt Lungenkrebs

Dieses Merkblatt fasst die wichtigsten Aspekte über das Krankheitsbild Lungenkrebs zusammen und gibt Übungsleiter*innen einen ersten Überblick. Im Vordergrund stehen die Besonderheiten, die es beim Sport und demnach auch in der Rehasport-Gruppe für Betroffene und Übungsleiter*innen zu beachten gibt. 

>> Merkblatt anschauen

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Praxistipps Lungenkrebs Atmung

Eine Folge der Operation aufgrund von Lungenkrebs kann eine verminderte Lungenkapazität darstellen. Durch atemgymnastische Übungen zur Vermittlung der richtigen Atemtechnik, sowie eine gezielte Kräftigung der Atemhilfsmuskulatur kann die Lungenfunktion verbessert werden. Hier findest du Übungen und Praxistipps für die Verbesserung der Atemfunktion.

>> zu den Praxistipps

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Praxistipps Lungenkrebs Oberkörperhaltung

Eine aufrechte Haltung kann die Atemfunktion verbessern und ist daher ein Ziel von Bewegung bei einer Lungenkrebserkrankung. Hier findest du ein paar Anregungen zur Haltungsverbesserung Kräftigung der Rumpfmuskulatur bei einer Lungenkrebserkrankung.

>> zu den Praxistipps

 

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Der blaue Ratgeber Lungenkrebs

Die blauen Ratgeber der Deutschen Krebshilfe geben Betroffenen, Angehörigen, Übungsleiter*innen und Interessierten umfassende Informationen zu verschiedenen Krebserkrankungen. Der blaue Ratgeber zum Thema Lungenkrebs kann kostenfrei heruntergeladen, oder als Druckexemplar auf der Seite der Deutschen Krebshilfe bestellt werden. 

>> Blauer Ratgeber Lungenkrebs

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Leukämie und bösartige Lymphome

Die medizinische Therapie einer Leukämieerkrankung gehört zu den aggressivsten Behandlungsformen in der Onkologie. Aus diesem Grund geht die Therapie mit einer Vielzahl von Nebenwirkungen einher. Die Bewegungstherapie kann bei einer Verminderung der Nebenwirkungen ansetzen. Die therapieinduzierte große Erschöpfung (Fatigue) kann durch die sportliche Betätigung vermindert werden. Weiter verlieren die Betroffenen durch die Therapie häufig an Körpergewicht und Muskulatur. Ein Fokus des Rehabilitationssports sollte daher auf dem Aufbau der Muskulatur - im ersten Schritt der Bein- und Rückenmuskulatur liegen - um Mobilität zu gewährleisten. Aufgrund einer hohen Infektanfälligkeit ist es von hoher Bedeutung die Lunge zu trainieren, um Lungenentzündungen vorzubeugen. Die Ziele der Bewegungstherapie bei einer Leukämieerkrankung sind daher: 

  • Vermeidung von Bewegungsmangel

  • Verminderung der Fatigue-Symptomatik

  • Muskelaufbau

  • Kräftigung der Rücken- und Beinmuskulatur

  • Verbesserung der Lungenfunktion

  • Verbesserung des Körpergefühls

  • Förderung der sozialen Interaktion 

Besonders der Ausdauersport (z. B. Nordic Walking, Radfahren) gilt bei einer Leukämieerkrankung als zentrale Bewegungsform. Durch die rhythmischen Bewegungen ist eine bessere Belastungskontrolle möglich. Weitere Schwerpunkt sollten auf der Atemtherapie, dem Koordinationstraining und dem Krafttraining liegen. Bei anderen häufigen Nebenwirkungen, wie z. B. der peripheren Polyneuropathie, die durch Nervenschädigungen gekennzeichnet ist, ist ergänzend ein Sensomotorik Training anzuwenden.

Aufgrund des geschwächten Immunsystems der Patient*innen, muss bei der Durchführung besonders auf Hygiene geachtet werden, damit die Patient*innen nicht mit Krankheitserregern in Kontakt kommen. Zugluft an offenen Fenstern sollte vermieden werden. Das Training im Wasser, große Menschenansammlungen, und Sportarten mit viel Kontakt sind aufgrund der hohen Keimlast nicht zu empfehlen. Durch die erhöhten Blutungsneigung sind Sportspiele mit erhöhtem Verletzungsrisiko (z. B. Handball, Fußball) nur in angepasster Form durchzuführen. Vermieden werden sollten, aufgrund der Blutungsgefahr, Übungen mit sehr hohen Belastungsspitzen und das Training mit maximalen Gewichten.

Weiterführende Informationen Leukämie

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Merkblatt Leukämie

Dieses Merkblatt fasst die wichtigsten Aspekte über das Krankheitsbild Leukämie zusammen und gibt Übungsleiter*innen einen ersten Überblick. Im Vordergrund stehen die Besonderheiten, die es beim Sport und demnach auch in der Rehasport-Gruppe für Betroffene und Übungsleiter*innen zu beachten gibt. 

>> Merkblatt anschauen

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Praxistipps Leukämie

Die Behandlung der Leukämie geht mit einer Vielzahl von Nebenwirkungen einher. Bewegung kann die Nebenwirkungen minimieren. Hier findest du ein paar Anregungen für die Sportpraxis bei einer Leukämie Erkrankung. 

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Der blaue Ratgeber Leukämie

Die blauen Ratgeber der Deutschen Krebshilfe geben Betroffenen, Angehörigen, Übungsleiter*innen und Interessierten umfassende Informationen zu verschiedenen Krebserkrankungen. Der blaue Ratgeber zum Thema Leukämie kann kostenfrei heruntergeladen, oder als Druckexemplar auf der Seite der Deutschen Krebshilfe bestellt werden. 

>> Blauer Ratgeber Leukämie

Frau mit Rollator macht Gehübung beim Rehasport
Zwei Frauen dehnen die Schulter beim Rehasport
Frauen haben Spaß mit einem Luftballon beim Rehasport
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Prostatakrebs

Die Behandlung von Prostatakrebs ist abhängig von der Ausbreitung des Krebs und kann eine Bestrahlung, eine (Teil-) Entfernung der Prostata, sowie eine Chemotherapie beinhalten. Je nach Therapieart können unterschiedliche Einschränkungen entstehen. Eine (Teil-) Entfernung der Prostata geht häufig mit einer Harninkontinenz einher, was wiederum zu einer Verminderung der Lebensqualität führen kann. Bei einer Chemotherapie können weitere Chemotherapie induzierte Nebenwirkungen auftreten. Die Ziele der Bewegungstherapie sind daher: 

  • Verminderung der Harninkontinenz

  • Verbesserung der Körperwahrnehmung

  • Training der Beckenbodenmuskluatur

  • Erhöhung des Muskelanteils

  • Verminderung therapiebedingter Nebenwirkungen

  • Positive Verbesserung der erektilen Dysfunktion

  • Verminderung der Fatigue-Symptomatik

  • Erlernen entlastender Körperhaltungen

  • Erlernen von Atemtechniken

  • Verbesserung der Fitness

An Prostatakrebs erkrankte Personen können eine Vielzahl an Bewegungsformen durchführen. Die körperliche Aktivität hat dabei einen Einfluss auf physischer, psychischer sowie psychosozialer Ebene und kann vielen Nebenwirkungen der Krebserkrankung sowie der medizinischen Therapie entgegenwirken. Mit Prostatakrebs ist häufig die Thematik der Inkontinenz verbunden. Durch kräftigende Übungen der Beckenbodenmuskulatur kann die Harninkontinenz verbessert werden. Das Beckenbodentraining sollte so früh wie möglich begonnen werden (wenn möglich schon vor der OP). Den Grund dafür stellt die Schwierigkeit der Wahrnehmung des Beckenbodens dar. Personen, die bereits ein gutes Gefühl über ihren Beckenboden besitzen, haben im Anschluss an die OP weniger Schwierigkeiten in der Ansteuerung der Muskulatur. Ergänzend sollten Kräftigungsübungen für den Rücken und die Beine, sowie die Ganzkörpermuskulatur, Entspannungsübungen und Atemübungen durchgeführt werden. Zur Erreichung der Ziele können generell alle Spiel- und Bewegungsformen durchgeführt werden. Viele Männer lassen sich besonders durch Ballspiele motivieren. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine Überbelastung durch einen zu hohen Wettkampfcharakter vermieden wird. Trainingsformen im Wasser sind aufgrund der Inkontinenz erstmal kontraindiziert. Weiterhin sollten Bewegungsspiele mit viel Körperkontakt und harten Bällen aufgrund der Gefahr von Verletzungen und Überbelastungen vermieden werden. Kurz nach der Operation ist das Radfahren aufgrund der Operationsnarben noch kontraindiziert – nach circa 8-12 Wochen kann, je nach empfinden der Patient*innen, mit dem Radfahren begonnen werden.

Die Verbesserung der Inkontinenz benötigt häufig Zeit. Hierbei ist es wichtig die Patienten*innen zu motivieren dranzubleiben und die Übungen weiter auszuführen, um die positiven Effekte der Bewegung sichtbar zu machen. 

Weiterführende Informationen Prostatakrebs

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Merkblatt Prostatakrebs

Dieses Merkblatt fasst die wichtigsten Aspekte über das Krankheitsbild Prostatakrebs zusammen und gibt Übungsleiter*innen einen ersten Überblick. Im Vordergrund stehen die Besonderheiten, die es beim Sport und demnach auch in der Rehasport-Gruppe für Betroffene und Übungsleiter*innen zu beachten gibt. 

>> Merkblatt anschauen

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Praxistipps Prostatakrebs

Die therapiebedingten Nebenwirkungen bei Prostatakrebs können durch ein gezieltes Beckenbodentraining vermindert werden. Hier findest du ein paar Anregungen für die Sportpraxis bei Prostatakrebs. 

>> zu den Praxistipps

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Der blaue Ratgeber Prostatakrebs

Die blauen Ratgeber der Deutschen Krebshilfe geben Betroffenen, Angehörigen, Übungsleiter*innen und Interessierten umfassende Informationen zu verschiedenen Krebserkrankungen. Der blaue Ratgeber zum Thema Prostatakrebs kann kostenfrei heruntergeladen, oder als Druckexemplar auf der Seite der Deutschen Krebshilfe bestellt werden. 

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Krebs bei Kindern

Anders als bei Erwachsenen erkranken weniger Kinder an Krebs. Trotz einer hohen Überlebensrate steht eine Krebsdiagnose im Kindesalter mit verschiedenen Symptomen und Spätfolgen auf körperlicher,- psychischer- und sozialer Ebene im Zusammenhang. Es kommt zu einer sozialen Isolation – Schulbetrieb und Freizeitaktivitäten sind häufig nicht mehr möglich. Durch die Behandlung sind an Krebs erkrankte Kinder weniger aktiv als gesunde Kinder. Jedoch spielt gerade Bewegung im Kindesalter eine wichtige Rolle für die Entwicklung. Aus diesem Grund sind Bewegungsprogramme von hoher Relevanz. Die Ziele der onkologischen Bewegungstherapie im Kindesalter sind daher: 

  • Förderung der psychosozialen und psychomotorischen Entwicklung

  • Stärkung des Selbstwertgefühls

  • Motivation zu einem aktiven Lebensstil

  • Schaffung von bestmöglichen Voraussetzungen für den Alltag, die Schule und den späteren Beruf

  • Soziale Teilhabe fördern

  • Langfristige Reintegration

Wichtig ist: Beim onkologischen Kinderrehasport sollte die Freude an Bewegung immer an erster Stelle stehen. Sport kann positive Auswirkungen auf körperlicher, psychischer und sozialer Ebene haben und ist eine Möglichkeit mit gleichaltrigen Kindern gemeinsam Spaß zu haben. Es können spielerische z. B. die Kraft, Koordination und die Ausdauer der Kinder verbessert werden. Neben Übungen und Spielformen zur Verbesserung der Kraft, Ausdauer und Koordination der Kinder, sind auch Entspannungsübungen und kooperative Spiele von Bedeutung. Es gibt keine klaren Vorgaben für besonders geeignete Sportarten. Bei bestimmten Erkrankungsformen sind einige Sportarten dennoch mit Vorsicht durchzuführen (z. B. Kontaktsportarten bei erhöhter Knochenbruchgefahr). Vor dem Beginn der Bewegung sollte daher immer ein Arzt/ eine Ärztin über die Sporttauglichkeit entscheiden. In dem Rahmen können die Möglichkeiten für die Durchführung der gewünschten Sportarten besprochen werden. 

Weiterführende Informationen Krebs bei Kindern

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Merkblatt Krebs bei Kindern

Kinder haben besondere physische, medizinische und soziale Bedürfnisse. Dieses Merkblatt fasst die wichtigsten Aspekte über Krebs bei Kindern zusammen und gibt Übungsleiter*innen einen ersten Überblick. Im Vordergrund stehen die Besonderheiten, die es beim Sport und demnach auch in der Rehasport-Gruppe für die Übungsleiter*innen zu beachten gibt. 

>> Merkblatt anschauen

Allgemeine weiterführende Informationen

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Nachschlagewerk für Übungsleiter*innen

Die Broschüre “Rehabilitationssport in der Krebsnachsorge” soll Übungsleiter*innen als Nachschlagewerk zur Thematik onkologischer Rehabilitationssport dienen. Die Broschüre enthält elementares Basis-Wissen für die Durchführung, nützliches Fachwissen im Bereich der Onkologie und Tipps für die inhaltliche Gestaltung der Übungseinheiten. Damit können thematische Anfänger*innen ebenso wie Übungsleiter*innen mit gewissen Vorkenntnissen mit der Broschüre arbeiten.

>> Broschüre herunterladen

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Erklärvideo Sport in der Krebsnachsorge

Du möchtest mehr zu den Zielen des Rehasports in der Krebsnachsorge erfahren oder Tipps für deine Stundenplanung erhalten? Dann schau doch mal in unsere Erklärvideos rein. 

>> Zu den Erklärvideos

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Initiative Bewegung gegen Krebs

Sport und Bewegung machen Spaß! Nebenbei bietet regelmäßige körperliche Aktivität einen weitreichenden gesundheitlichen Nutzen und wirkt präventiv auf viele Erkrankungen . Aber bei auch bereits eingetretenen Krebserkrankungen beeinflusst körperliche Aktivität den Krankheitsverlauf positiv. Mit dem bundesweiten Projekt “Bewegung gegen Krebs” machen die Deutsche Krebshilfe, der DOSB und die Deutsche Sporthochschule Köln gemeinsam auf die enorme Bedeutung von Sport und Bewegung in der Krebsprävention und -nachsorge aufmerksam. 

Weitere Informationen zur Bewegungsoffensive gibt es unter www.bewegung-gegen-krebs.de.

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Flyer Rehasport in der Krebsnachsorge

Du möchtest auf deine Rehasport-Angebote für Krebsbetroffene aufmerksam machen. Dann nutze gerne den Info-Flyer des DBS für die Bewerbung. 

>> Flyer zum Rehasport in der Krebsnachsorge anschauen

Den Flyer kannst du gut als Einleger in den allgemeinen Flyern zum Rehabilitationssport nutzen. 

>> Flyer "Ihr Weg zum Rehabilitationssport” anschauen

>> Flyer “Verordnung von Rehabilitationssport” anschauen

 

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Die blauen Ratgeber

Weitere hilfreiche Informationen finden Betroffene, Angehörige, Übungsleiter*innen und Interessierte in den blauen Ratgebern der Deutschen Krebshilfe. Die Infobroschüren können kostenfrei heruntergeladen oder als Druckexemplar auf der Webseite der Deutschen Krebshilfe bestellt werden. 

Weitere Tipps für die Sportpraxis

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Merkblatt Polyneuropathie

Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, die etwa die Hälfte aller Krebserkrankten betrifft. Dieses Merkblatt fasst die wichtigsten Aspekte über das Krankheitsbild zusammen und gibt Übungsleiter*innen einen ersten Überblick. Im Vordergrund stehen die Besonderheiten, die es beim Sport und demnach auch in der Rehasport-Gruppe für Betroffene und Übungsleitende zu beachten gibt.

>> Merkblatt anschauen

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Praxistipps Sensomotoriktraining

Die Polyneuropathie ist eine häufige Nebenwirkung einer Krebstherapie. Das Sensomotorik-Training ist eine Möglichkeit die Nebenwirkungen zu vermindern. Hier findest du ein paar Anregungen für das Sensomotorik-Training in der Sportpraxis.

>> zu den Praxistipps

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Deutscher Behindertensportverband und Nationales Paralympisches Komitee (DBS) e.V.
- Im Hause der Gold-Kraemer-Stiftung -

Tulpenweg 2-4
50226 Frechen-Buschbell

  • E-Mail : reha-sport@dbs-npc.de
  • Internet : www.dbs-npc.de
  • Telefon : +49 (0) 2234-6000-0

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