Erfahre hier, welche positiven Effekte der Rehasport bei Hör- und Sehbehinderungen bewirken kann.
Erfahre hier, welche positiven Effekte der Rehasport bei Hör- und Sehbehinderungen bewirken kann.

Hör- und Sehbeeinträchtigungen haben oft einen massiven Einfluss auf den Alltag und das Wohlbefinden betroffener Personen. Es hat sich jedoch gezeigt, dass Sport diese Auswirkungen abmildern kann.
Diese Erkrankungen/Behinderungen gehören z.B. dazu:
Makula-Degeneration
Grüne Star
Netzhautablösung
durch Diabetes verursachte Augenkrankheiten
Schwerhörigkeit
Gehörlosigkeit
Fortschreitender Sehverlust bis zur völligen Erblindung, Nebel- oder Schleiersehen, Schatten, Vorhang, grauer Fleck: Die Beschwerdebilder von Augenkrankheiten sind vielfältig und individuell. Häufig sind es lange, manchmal lebenslange Prozesse, bis es zu einer Sehbehinderung oder Blindheit kommt.
In den meisten Fällen sind Blindheit oder Sehbehinderung erworben und treten im Laufe des Lebens ein bzw. entwickeln sich erst im Laufe des Lebens. Ursachen sind meistens Krankheiten, die bestimmte Teile des menschlichen Auges schädigen, wie zum Beispiel die altersbedingte Makula-Degeneration, der Grüne Star, eine Netzhautablösung, durch Diabetes verursachte Augenkrankheiten oder vererbbare Augenerkrankungen wie der Graue Star.
Erblindung und der Eintritt einer Sehbehinderung sind häufig mit außergewöhnlicher psychischer Belastung verbunden. Nicht nur die optische Wahrnehmung fehlt. Betroffene empfinden vor allem Hilflosigkeit und das Angewiesensein auf die Hilfe ihrer Mitmenschen. Der Verlust der Orientierung führt zu Mobilitätseinschränkungen und die zwischenmenschliche Interaktion wird durch den Wegfall des Blickkontakts wesentlich erschwert. Dieser Zustand muss erst mal verarbeitet werden und geht oft mit Frustration, Angstzuständen oder Depression einher. Viele Betroffene neigen daher zum Rückzug und geraten in eine soziale Isolation.
Rehasport kann in diesen Fällen durch seinen ganzheitlichen Ansatz dabei helfen, sowohl die Orientierung und Mobilität zu verbessern sowie die Wahrnehmung zu schulen als auch das Selbstbewusstsein stärken und soziale Kontakte fördern.
Der Hörsinn ist rund um die Uhr im Einsatz. Dabei werden permanent kleinste Schwingungen wahrgenommen, Geräusche geortet und Nuancen unterschieden. So verschafft das Gehör dem Menschen eine enge Verbindung zur Umwelt und zu anderen Menschen. Ein guter Hörsinn ist eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft, dient der Orientierung und warnt vor Gefahren. Umso folgenreicher ist es, wenn dieser Sinn nachlässt, ganz verschwindet oder nie da war.
Wer unter einer Hörminderung leidet, nimmt bestimmte Tonlautstärken bzw. Tonfrequenzen schwer oder gar nicht mehr wahr. Schwerhörigkeit bedeutet somit oft nicht bloß ein leiseres Wahrnehmen von Tönen und Geräuschen, sondern gebrochenes und „zerstückeltes“ Hören und damit eine hohe Anstrengung im Verstehen. Abhängig von der Art der jeweiligen Hörbehinderung können auch Ohrgeräusche (z.B. Tinnitus), Schwindelanfälle oder Gleichgewichtsstörungen hinzukommen. Eine dauerhafte Schwerhörigkeit kann zudem massive psychosoziale Konsequenzen haben und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Wegen der Unsichtbarkeit ihrer Hörbeeinträchtigung stoßen Betroffene oft auf Unverständnis und Ablehnung. Missverständnisse und Hindernisse führen zu Frustration und zum Kaschieren der Probleme. Isolierung und sozialer Rückzug sind häufig die Folge.
Insbesondere für Menschen mit einer Hörbehinderung ist es sinnvoll, das Gleichgewicht und die Körperwahrnehmung zu stärken, denn Betroffene haben meist ein größeres Sturzrisiko, welches durch gezielte Übungen im Rahmen des Rehasports erheblich reduziert werden kann. Zudem bietet der Rehasport einen geeigneten Rahmen, um regelmäßige soziale Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen.
Rehasport kann durch seinen ganzheitlichen Ansatz dabei helfen, sowohl die Orientierung und Mobilität zu verbessern sowie die Wahrnehmung zu schulen als auch das Selbstbewusstsein stärken und soziale Kontakte fördern.
